Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Avan & Yavuztürk GbR

§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Dienstleistungen und Gutachtenaufträge zwischen der Avan & Yavuztürk GbR, Am Münchfeld 37, 80999 München (nachfolgend „Auftragnehmer“ oder „Gutachter“ genannt) und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“ genannt).
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

§ 2 Vertragsschluss
(1) Der Vertrag kommt durch die mündliche, telefonische, elektronische (z.B. per E-Mail oder WhatsApp) oder schriftliche Erteilung des Auftrags durch den Auftraggeber und dessen Annahme durch den Auftragnehmer zustande.
(2) In der Regel wird bei der Fahrzeugbesichtigung vor Ort ein schriftlicher Gutachterauftrag (inklusive Abtretungserklärung) durch den Auftraggeber unterzeichnet.

§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Auftragnehmer erstellt unabhängige und unparteiische Kfz-Schadengutachten, Wertgutachten oder Kurzgutachten nach bestem Wissen und Gewissen.
(2) Die Feststellungen im Gutachten basieren auf den zum Zeitpunkt der Besichtigung erkennbaren Schäden und den vom Auftraggeber gemachten Angaben. Der Auftraggeber ist zur vollständigen und wahrheitsgemäßen Mitwirkung verpflichtet (z.B. Angabe von Vorschäden).

§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Das Honorar für die Erstellung des Gutachtens richtet sich, sofern nicht anders vereinbart, nach der geltenden Honorartabelle des Auftragnehmers (z. B. auf Basis der BVSK-Honorarbefragung) in Abhängigkeit von der ermittelten Schadenshöhe.
(2) Sicherungsabtretung: Bei unverschuldeten Haftpflichtschäden tritt der Auftraggeber seinen Anspruch auf Erstattung der Gutachterkosten gegen die gegnerische Versicherung erfüllungshalber an den Auftragnehmer ab. Der Auftragnehmer rechnet das Honorar in diesem Fall direkt mit der regulierungspflichtigen Versicherung ab.
(3) Sollte die gegnerische Versicherung das Honorar nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig begleichen, bleibt der Auftraggeber (Kunde) zur Zahlung des ausstehenden Betrages verpflichtet. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig.

§ 5 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Wenn der Auftraggeber Verbraucher ist (§ 13 BGB) und der Vertrag außerhalb von Geschäftsräumen oder als Fernabsatzvertrag geschlossen wurde, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.
(2) Erlöschen des Widerrufsrechts: Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Auftragnehmer die Dienstleistung (z. B. die Erstellung des Gutachtens) vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Auftraggeber dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.

§ 6 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit sowie bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung bei Verletzung einer solchen Vertragspflicht ist auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Für Mängel des Gutachtens, die auf unvollständige oder falsche Angaben des Auftraggebers zurückzuführen sind, wird keine Haftung übernommen.

§ 7 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Auftragnehmers (München), sofern der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: Mai 2026